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* 1937; Maler, Grafiker und Schriftsteller
Lebe und arbeite in Oberthal

Einzel- und Gruppenausstellungen (u. a. in Koblenz, Mannheim,
Saarbrücken, Saarlouis, Trier).

Einladung zur Biennale Florenz 2007, 2009, 2011

2008 Aufnahme in die Publikation
       “
KUNSTPROFIL 2008”, Kassel, ISBN: 978-3-00-022643-4
Ausstellung: Galerie Böhner, Mannheim v. 23.10.2009 - 10.03.2010
Ausstellung: Galerie Böhner, Mannheim v. 06.05. bis 06.10. 2011
Zahlreiche Mappenwerke und Buchillustrationen.
Werke befinden sich in Galerien und privaten Sammlungen.

Über 30 Buchveröffentlichungen (Romane, Erzählungen, Lyrik, Kinderbücher). Texte in zahlreichen Anthologien,  Literaturzeitschriften und Kunstkatalogen.

Mitglied der
Academy of Poets, Cambridge/England seit 1978

Aufgenommen u. a. in
Men of Achievement, 1981
International Biographical Centre, Cambridge;
Men and Women oft Distinction, 1982
International Biographical Centre, Cambridge;
Europäische Enzyklopädie (Band Deutschland), 1986, herausgegeben v. Publishers Encyclopedias Corp. Delaware, USA u. d. gleichnamigen Verlag in Cham(Schweiz).
Seit 1980 gewähltes Mitglied (Fellow) der
International Biographical Association in Cambridge/England.

myself

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myself with m.

Myself with M., Öl auf Leinwand, 100x 80 cm, 1992

Der erzählerische Aspekt ist bei Eberhard Schmidt-Dranske mitbedacht. Figuren und Landschaft haben ihre besondere Geschichte, die zur Enträtselung einlädt. Als Künstler bekennt sich Eberhard Schmidt-Dranske offenkundig zur frühexpressionistischen Malerei, wie an seinen mit schwarzen Cloissoniers versehenen Formen deutlich wird. Seine Palette ist geradezu fauvistisch. Er möchte also die Lokalfarben nicht nachahmen, sondern er rekurriert durch eine der Natur gegenüber eigenständigen Farbigkeit auf die Autonomie der Bilder und somit auf Imaginationen, die durch subjektive Eindrücke mitgeprägt sind. Durch die Synthese zwischen dem eigenen Kunstwollen und den historischen Wurzeln hat der Künstler zu einem bemerkenswerten Malstil gefunden.
                                                                               Dr. Helmut Orpel, Kunsthistoriker, Mannheim

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Auszug aus einem Aufsatz von Wolfgang Eschmann:

Wahrheiten eines Maler-Poeten, bildender Künstler und Schriftsteller, eine Doppelbegabung
also, die in seinem malerischen Werk offenkundig wird, verdichtet er seine Aussagen zu
nachdenklich stimmenden Metaphern und symbolisierten Wahrheiten.
   Trotz der bemerkenswert vehement farbintensiven, hart kontrastierenden, expressiven
Pinselsprache gewinnen die Darstellungen eine wohl erst auf den zweiten Blick sich voll
erschließende Tiefenwirkung, eine Deutungsvielfalt, aus der ein Dialog mit dem Betrachter
entsteht. Seine Bilder sind realistisch angelegt, kaum verfremdet. Hinter ihrer Lesbarkeit
verbergen sich verschlüsselte Attacken gegen die verloren gegangene Innerlichkeit, die
Kontaktarmut, die verarmten Sinne, den manipulierten Menschen...
   Mit zu den stärksten Arbeiten gehört
Der Gekreuzigte, eineKomposition, die durch
die qualvoll gekrümmte Hängehaltung Christi und den flammenden Hintergrund eine
beklemmende Wirkungauslöst. sie geht tiefer unter die Haut als viele der üblichen
Kruzifix-Darstellungen der Kunstgeschichte.
   Der Künstler ist längst auch im Ausland bekannt geworden und gehört als Mitglied der
Academy of Poets, Cambridge (England) an. Ein Poet ist er wirklich, seine über
30 Buchpublikationen beweisen das ebenso wie die schöpferischen Impulse, die er so
dynamisch, geistreich und tiefgründig auf die Leinwand bringt...
Physiognomische Ausdruckskraft gehört gleichfalls zu den Stärken des Künstlers...

Auszug aus “Kunst-Spektrum”, Galerie Böhner, Mannheim:

Auffällig ist die Affinität des Malers Eberhard Schmidt-Dranske zur Natur, zu Zeit und Raum. Egal, ob die Arbeiten nun "Am großen See", "Gewitterwolke über der Nürburg" oder schlicht "Herbstlandschaft" betitelt sind, immer wieder geht es dem Künstler Schmidt-Dranske darum, auf die ihm eigene Weise uns Betrachter von der Schönheit des uns umgebenden Raumes zu überzeugen. Dabei bildet er nicht einfach ab, sondern geht unter Verwendung signifikanter Acrylfarben darüber hinaus und deutet und interpretiert vielmehr, so dass er als Künstler uns Betrachter einen Kosmos (seinen Kosmos) liefert, der uns zum Verweilen einlädt. Die sehr kräftigen und leuchtenden Farben tragen erheblich dazu bei sowie die Entscheidung für das überwiegend große Bildformat.

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In eigener Sache

Gebunden an den Raum, der zwischen Geburt und Tod liegt, male und schreibe ich, was mich bewegt. Aber die Zeit verrinnt; und innerhalb dieses (Zeit-)Lebensraums kann ich nur in Einzelfällen sicher sein, dass die eigene Leistung ihren vollen Umfang und ihr Ziel erreicht hat. Die störenden Einflüsse von außen sind es, die verhindern, dass Leistungen bis zu ihren letzten Möglichkeiten vorangetrieben werden.

Die Zeit wird immer weniger, aber ich habe immer mehr zu sagen, weil Erfahrungen sich häufen und die Gedankenwerkstatt überquillt von Ereignissen, die man durchlebt hat. Man muss arbeiten: schreiben oder malen, was auch immer den schöpferischen Impuls auslöst. Man sollte nehmen, was kommt, etwas Neues daraus formen und es weiterreichen. Die Zeit und die Umwelt sind die Faktoren, die entscheiden, welche Spuren verwischt werden und welche überdauern. Der Urheber tritt zurück; was er zu sagen hatte, hat er getan. Wer empfänglich ist für die feinsten Strukturen, dem drängen sie sich auf, und mit der persönlichen Dynamik wird der Zufall zu etwas Gewolltem: etwas, das in einem drin war, vorformuliert war, und das nun hervorbricht: die Verschmelzung des Unbewussten mit dem Bewusstsein.

Kunst muss nicht erklärt werden, sie muss aufrühren. Sie ist also nicht frei. Kunst und Freiheit müssen gewaltsam in Besitz genommen werden, um sie gegen eingefahrene Denkklischees anzuwenden. Nicht tradierte Regeln, nicht die Welt sind das Maß für den Künstler, sondern die Autonomie künstlerischer Freiheit.

Ich nehme mir das Recht auf freien Ausdruck, wo immer es nötig ist. Was ich versuche, ist eine emotionale Deutung der Welt: nicht dem Anspruch unterliegen, Idealisiertes zu gestalten, Überhöht-Schönes darzustellen. Das Nur-Ästhetische ist nichts weiter als die Verdrängung, die Vernebelung einer schrecklichen Realität, für die alle verantwortlich sind, und sie führt zur Bewusstseinsspaltung, die die zwei Seelen im Menschen sichtbar macht: diese Janusköpfigkeit. Das Chaos um uns findet sich schließlich auch in uns. In Anlehnung an Gertrude Stein: Das Wort ist das Wort ist das Wort – was dargestellt und geschrieben wird, liegt manchmal außerhalb des menschlichen Lebens und hat seine eigene Bedeutung.

(c) Eberhard Schmidt-Dranske

 

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